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Werkzeuge für die technische Analyse

 
Relative-Stärke-Index (RSI):
 
Der RSI misst das Verhältnis von Auf- zu Abwärtsbewegungen und vereinheitlicht die Berechnung, so dass der Index in einem Bereich von 0 bis100 ausgedrückt wird. Falls der RSI 70 oder gröβer ist, wird angenommen, dass das Instrument überkauft ist (eine Situation, in der die Preise stärker gestiegen sind als vom Markt erwartet wurde). Ein RSI von 30 oder weniger gilt als Signal, dass das Instrument überverkauft sein könnte (eine Situation, in der die Preise stärker gesunken sind als vom Markt erwartet wurde).
 
Stochastischer Oszillator:
 
Dieser wird verwendet, um auf einer Skala von 0 - 100 % überkaufte/überverkaufte Bedingungen anzuzeigen. Der Indikator basiert auf der Beobachtung, dass in einem starken Aufwärtstrend die Schlusspreise der Phase dazu neigen, sich im oberen Teil des Phasenbereichs zu konzentrieren. Wenn sich die Preise andererseits in einem starken Aufwärtstrend befinden, neigen die Schlusspreise dazu, sich in der Nähe des absoluten Tiefpunktes des Phasenbereichs zu konzentrieren. Stochastische Berechnungen erzeugen zwei Linien, % K und % D, die verwendet werden, um überkaufte/überverkaufte Bereiche eines Charts anzuzeigen. Eine Abweichung zwischen den stochastischen Linien und der Preisentwicklung des zugrunde liegenden Instrumentes erzeugt ein starkes Trading-Signal.
 
Moving Average Convergence Divergence (Bewegungsdurchschnitt der Konvergenz/Divergenz) (MACD):
 
Zu diesem Indikator gehört die grafische Darstellung von zwei Momentumkurven. Die MACD-Linie entspricht der Differenz zwischen zwei exponentiellen gleitenden Durchschnitten und der Signal- oder Auslösungslinie, die einem exponentiell gleitenden Durchschnitt der Differenz entspricht. Falls sich die MACD-Kurve und die Auslösungskurve kreuzen, so gilt dies als Signal, dass eine Trendänderung wahrscheinlich ist.
 
Zahlentheorie:
 
Fibonacci-Zahlen: Die Fibonacci-Zahlenfolge (1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34 ...) wird aufgebaut, indem die ersten zwei Zahlen zusammengezählt werden, um die dritte zu erhalten. Das Verhältnis einer Zahl zur nächst gröβeren Zahl beträgt 62 %, was als eine beliebte Fibonacci-Rückverfolgungszahl gilt. Der Umkehrwert von 62 % beträgt 38 % und wird ebenfalls als Fibonacci-Rückverfolgungszahl verwendet.
 
Gann-Zahlen:
 
W.D. Gann war ein Aktien- und Rohstoffhändler, der in den 50er-Jahren in den Märkten angeblich über $ 50 Millionen generierte. Er verdiente sein Vermögen mit Methoden, die er für Trading-Instrumente entwickelte und die auf Beziehungen zwischen Kursbewegung und Zeit, genannt Zeit-/Kursäquivalente, basierten. Es gibt keine einfache Erklärung für Ganns Methode, aber im Wesentlichen benutzte er Winkel in Charts, um Unterstützungs- und Widerstandsbereiche festzustellen und damit die Zeiten künftiger Trendänderungen vorauszusagen. Er benutzte auch Kurven in Charts, um Unterstützungs- und Widerstandsbereiche vorauszusagen.
 
Wellen
 
Elliott-Wellentheorie: Die Elliott-Wellentheorie ist eine Methode in der Marktanalyse, die auf sich wiederholenden Wellenmustern und der Fibonacci-Zahlenfolge beruht. Ein ideales Elliott-Wellenmuster zeigt einen Fünfwellen-Anstieg, gefolgt von einem Dreiwellen-Rückgang.
 
Lücken
 
Lücken sind Zwischenräume auf dem Balkenchart, wo kein Trading stattgefunden hat. Eine Aufwärtslücke (up gap) entsteht, wenn der tiefste Kurs an einem Handelstag höher ist als der höchste Kurs des Vortages. Eine Abwärtslücke (down gap) entsteht, wenn der Tageshöchstkurs tiefer ist als der tiefste Kurs des Vortages. Eine Aufwärtslücke ist meistens ein Anzeichen von Marktstärke, während eine Abwärtslücke ein Anzeichen von Marktschwäche ist. Eine Ausbruchlücke (breakaway gap) ist eine Kurslücke, die sich bei der Vervollständigung eines wichtigen Kursmusters bildet. Sie zeigt meistens den Beginn einer wichtigen Kursbewegung an. Eine Fortsetzungslücke (runaway gap) stellt eine Kurslücke dar, die meistens ungeführ in der Mitte eines starken Markttrends vorkommt. Aus diesem Grund wird sie auch Messlücke (measuring gap) genannt. Eine Erschöpfungslücke (exhaustion gap) ist eine Kurslücke, die am Ende eines wichtigen Trends eintrifft und signalisiert, dass sich der Trend dem Ende nähert.
 
Trends
 
Ein Trend nimmt auf die Kursrichtung Bezug. Steigende Hochs und Tiefs stellen einen Aufwärtstrend dar; sinkende Hochs und Tiefs stellen einen Abwärtstrend dar, der die Steilheit des gegenwärtigen Trends bestimmt. Der Bruch einer Trendlinie zeigt eine Trendumkehr an. Horizontale Hochs und Tiefs charakterisieren eine Handelsspanne.

Gleitende Durchschnitte werden verwendet, um Kursinformationen auszugleichen zwecks Bestätigung von Trends und Unterstützung von Widerstandsebenen. Sie sind auch nützlich bei der Festsetzung einer Trading-Strategie, vor allem im Trading von Terminkontrakten oder in einem Markt mit einem ausgeprägten Aufwärts- oder Abwärtstrend.
 
Zu den am häufigsten verwendeten Werkzeugen gehören:
 
Die Coppock-Kurve ist ein Investment-Werkzeug, das in der technischen Analyse zur Vorhersage von Tiefständen in Baisse-Märkten verwendet wird.

Der DMI (Directional Movement Indicator - Bewegungsrichtungsindikator) ist ein beliebter technischer Indikator, um festzustellen, ob ein Währungspaar rückläufig tendiert oder nicht.

Im Gegensatz zum Fundamentalanalytiker befasst sich der technische Analytiker nicht groβ mit den Faktoren des Gesamtbildes, die den Markt beeinflussen, sondern konzentriert sich auf die Marktaktivität des betreffenden Instrumentes.